Rezi #14 – MÖRDERSPIEL

Die Entdeckung dieses Films ist nicht Regisseur Helmut Ashley, der ins TV wechselte (zuletzt Forsthaus Falkenau), sondern Kameramann Sven Nykvist. Er war Stammkameramann von Ingmar Bergman und filmte auch für Größen wie Andrei Tarkowski, Roman Polanski, Louis Malle und Woody Allen. Zweimal ging der Oscar für die beste Kamera an ihn. Wie in DIE DAME IM SEE (Lady in the Lake – 1947) wird die Geschichte – hier allerdings nur teilweise– mit der subjektiven Kamera aus Sicht des Mörders erzählt. Während einer Party spielen die Beteiligten (u.a. Götz George) das „Mörderspiel“. Die Lichter in dem ultramodern eingerichteten Loft gehen aus: ein Schrei und dann eine wirkliche Leiche. Echte Kommissare (Wolfgang Kieling, Hans Paetsch) ermitteln nun. Der Zuschauer weiß von Anfang an, wer der Mörder ist (Harry Meyen, später Ehemann von Romy Schneider), und die Kamera kehrt immer wieder in die subjektive Sicht zurück, um die Spannung zu erhöhen. Dabei gestaltet Nykvist den Film in stark kontrastiertem Schwarz und Weiß auf visuell hohem Niveau. Für Film-noir-Freunde und Bergman-Fans sicherlich sehenswert. (ST)

Mörderspiel - 2D

Pidax Film/Al!ve / DVD / BRD/FRA. 1961 / ca. 84 min. / FSK 16
Regie: Helmuth Ashley
Darsteller: Harry Meyen, Götz George, Wolfgang Kieling
Bild: 1.66:1 anamorph
Sprachen/Ton: Deutsch Dolby Digital 2.0
Untertitel: Keine
Extras: Booklet (Reprint Illustrierte Film-Bühne), Wendecover

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