35 MM #44 – METRO-GOLDWYN-MAYER ERHÄLTLICH

35 Millimeter – Das Retro-Film-Magazin widmet sich in Ausgabe #44 dem größten und erfolgreichsten Studio der klassischen Hollywoodära:
METRO-GOLDWYN-MAYER. Das 80-seitige Heft ist das fünfte in unserem auf sieben Jahre angelegten 35MM-Studiozyklus und exklusiv im 35MM-Shop erhältlich.

Am Anfang steht der Abschluss von Bernward Knappiks Artikel über Leben und Werk von MGM-Vertragsregisseur George W. Hill. Im dritten Teil behandelt Knappik Hills Tonfilme, darunter den genreprägenden Gefängnisfilm HÖLLE HINTER GITTERN (1930). Mit seinem Einseiter zu Boris Karloff in DIE MASKE DES FU-MANCHU (1932) wirft Clemens Williges ein Schlaglicht auf die kurze Phase von Horrorfilmproduktionen bei MGM. In AUSNAHMEN BESTÄTIGEN DIE REGEL arbeitet Prof. Dr. Tonio Klein anhand der Filme THE BEAST OF THE CITY (1932), FEUERKOPF (1932), DSCHUNGEL IM STURM (1932) und MIDNIGHT MARY (1933) überzeugend heraus, dass auch die für Familienunterhaltung bekannte MGM äußerst unverschämte Pre-Code-Filme produzierte. In DER PYRRHUSSIEG DES LOUIS B. MAYER ÜBER DOROTHY ARZNER geht Prof. Dr. Tonio Klein auf DIE BRAUT TRUG ROT (1937) ein, in GREAT DEPRESSION IM MGM-STIL auf IRRWEGE DES LEBENS (1931) und in IST DAS NOCH MGM? auf Fritz Langs BLINDE WUT (1936).

Bernward Knappik rückt mit seinem ausführlichen Beitrag MISTER ZUVERLÄSSIG den unterschätzten und weitestgehend vergessenen Vertragsregisseur Jack Conway ins Rampenlicht. Zu Conways bekanntesten Filmen zählen FEUERKOPF (1932), LUSTIGE SÜNDER (1935) und FLUCHT AUS PARIS (1935). Der Film Noir bei MGM wird von Matthias Merkelbach in DER TOTE LEBT umfassend ausgeleuchtet. Fred Zinnemanns AKT DER GEWALT (1949) und John Hustons ASPHALT-DSCHUNGEL (1950) sind Paradebeispiele für diesen Filmstil. Marco Koch lenkt in BRITISH SHE SAID den Blick auf MGMs britische Dependance und die dort produzierte Miss-Marple-Reihe mit Margarete Rutherford in der Hauptrolle.

Robert Zion befasst sich in DER LETZTE STAR DER MGM mit den drei Stewart-Granger-Western GEFÄHRTEN DES GRAUENS (1952), DIE LETZTE JAGD (1956) und SCHLUCHT DES VERDERBENS (1957). Bernward Knappik stellt in EIN KURZER FLIRT MIT CINERAMA das kurzlebige Breitwandformat vor. Die einzigen Cinerama-Spielfilme sind DAS WAR DER WILDE WESTEN (1962) und DIE WUNDERWELT DER BRÜDER GRIMM (1962). Carsten Henkelmann widmet sich in seinem ausführlichen Artikel EIN NISCHEN-GENRE IN DER MGM-GLAMOUR-WELT den Science-Fiction-Filmen von THE MYSTERIOUS ISLAND (1929) über ALARM IM WELTALL (1956) bis DIE KINDER DER VERDAMMTEN (1964).

Neben dem Schwerpunkt enthält die aktuelle Ausgabe von 35 Millimeter – Das Retro-Film-Magazin wie gewohnt Kolumnen, Rubriken, Rezensionen und Speziale für Freunde des klassischen Kinos. Bernward Knappik rezensiert mit PHANTOM DES SCHRECKENS (1941) und TÖDLICHE STRAHLEN (1936) den 13. und 14. Eintrag in Ostalgicas „Classic Chiller Collection“; beide Veröffentlichungen enthalten von Mitgliedern der 35MM-Redaktion erstelltes Bonusmaterial. Clemens Williges rezensiert BLACK FRIDAY (1940) von Wicked Vision, Carsten Henkelmann PANIK IM JAHRE NULL (1962) von Anolis.

Lars Johansen würdigt mit DER ZERRISSENE den Filmpionier Hanns Heinz Ewers anlässlich seines 150. Geburtstages. Ewers‘ bekannteste Regiearbeit ist DER STUDENT VON PRAG (1913). Clemens Williges berichtet vom Eröffnungskonzert des 35. Braunschweig International Film Festival, in dessen Rahmen zum ersten Mal seit über 90 Jahren Hans Landsbergers Originalmusik für große symphonische Orchesterbesetzung zu Paul Wegeners DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM (1920) erklang. Bernward Knappik beschäftigt sich in HERE´S TO YOU, MRS. ROBINSON! mit den frühen Filmen der späteren Oscar-Preisträgerin Anne Bancroft. Die Auszeichnung als „Best Actress in a Leading Role“ erhielt Bancroft für ihre Leistung in LICHT IM DUNKEL (1962), der demnächst mit einem exklusiven Booklet-Essay von Knappik in der Wicked Vision Collector‘s Edition auf Blu-ray erscheint.

Michael Klein stellt in seiner Rubrik BUCH & FILM Gerd Oswalds SCHACHNOVELLE (1960) die literarische Vorlage von Stefan Zweig gegenüber. Carsten Henkelmann schließt seinen Dreiteiler über die frühen Jahre des italienischen Regisseurs Umberto Lenzi ab. Roman Widera analysiert in seiner Kolumne NIPPON CINEMA CLASSICS Kenji Mizoguchis UGETSU – ERZÄHLUNGEN UNTER DEM REGENMOND (1953). In seiner Kolumne MESDAMES CINÉMA erinnert Christoph Seelinger an die Iranerin Forugh Farrochzad. In der Kolumne OPERATION: EUROPLOITATION geht Seelinger auf den griechischen Film THE NYMPH OF MANI (1961) ein. Robert Zion behandelt in Teil 21 seiner Kolumne AUF DEM PFAD DER VERLORENEN Budd Boettichers EINER GIBT NICHT AUF (1960) mit Randolph Scott. Clemens Williges stellt in seiner Kolumne DER VERGESSENE FILM Gregory La Cavas GABRIEL OVER THE WHITE HOUSE (1933) mit Walter Huston vor.

Herzstück des allgemeinen Teils der Ausgabe #44 von 35 Millimeter – Das Retro-Film-Magazin ist die gekürzte Übersetzung eines exklusiven Interviews, das Prof. Dr. Tonio Klein mit Catherine Wyler, der ältesten Tochter von William Wyler, geführt hat. Die ungekürzte Originalfassung des Interviews wird zu Weihnachten auf der 35MM-Homepage veröffentlicht.

Die Redaktion

DIRECTED BY WILLIAM WYLER (1986) Criterion Channel Teaser online sehen:
https://www.youtube.com/watch?v=wPxoWP0CnIw

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