35 Millimeter

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Das Retro Film Magazin

Rezi #26 – DER DRAUFGÄNGER

Mit dieser Produktion wollte Regisseur Eichberg an den Erfolg seines im Jahr zuvor entstandenen Werkes DER GREIFER (1930) anknüpfen. Wieder schlüpft Hans Albers in die Rolle des Ermittlers und verkörpert die ihm mehrfach zugewiesene Charaktere perfekt. Martha Eggerth spielt allerdings die anspruchsvollere Rolle. Das Partyschiff des amerikanischen Millionärs Patterson liegt im Hafen. Mit dem Polizeiboot auf Streife, entdecken die beiden Polizisten ein bewusstloses Mädchen im Wasser. Bei der Rettung wird ihr Boot von einem Unbekannten geentertund das Mädchen entführt. Den damit verbundenen Juwelenraub an Bord gilt es nun zu klären. Mord, Liebe, Hass, ein Wechselbad der Gefühle, undurchsichtige Gaunereien dominieren den Film. Das ist spannend, aber zugleich weniger actionreich als im vorausgegangenen Werk. Einige nette Filmmontagen, die Beleuchtungstechnik ist nicht immer passend, und man sollte Abstriche machen in der Qualität. Dennoch gehören diese beiden Werke für einen Filmsammler unbedingt zusammen. (SL)

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AL!VE / DVD / D 1931 / ca. 91 min. / FSK 12
Regie: Richard Eichberg
Darsteller: Hans Albers, Marta Eggerth, Sigurd Lohde
Bild: 4:3 (1.37:1) / schwarz-weiß
Sprachen/Ton: Deutsch
Untertitel: Keine
Extras: – 20-seitiges Booklet

Rezi #25 – PIER PAOLO PASOLINI – CLOSE-UP

Arthaus präsentiert in seiner „Close-Up“-Reihe drei frühe Filme des nicht erst seit DIE 120 TAGE VON SODOM (Salò o le 120 giornate di Sodoma – 1975) kontrovers diskutierten Regisseurs Pier Paolo Pasolini. MAMMA ROMA(Mamma Roma – 1962) erzählt von dem jungen Ettore, der von seiner Mutter, einer ehemaligen Prostituierten, nach Rom geholt wird, wo sie beiden ein besseres Leben ermöglichen will. Er gerät aber auf die schiefe Bahn und verliebt sich gegen ihren Willen in die verrufene Bruna. Die Person Mamma Roma steht stellvertretend für eine ganze Müttergeneration der Nachkriegszeit, die auf eine bessere Zukunft für ihre Söhne hoffte, was im rauen und direkten Stil des italienischen Neo-Realismus dargestellt wird.
DAS 1. EVANGELIUM – MATTHÄUS (Il Vangelosecondo Matteo – 1964), die wohl einzige Verfilmung des Lebens Jesu von einem bekennenden Atheisten, ist ebenfalls weit weg von jeglichem Bombast. Fast alle Rollen wurden von Laiendarstellern besetzt und auch die Darstellung Jesu unterscheidet sich stark zu anderen Verfilmungen. Die eigenwillige Version der Saga um Jason und das goldene Vlies, MEDEA (Medea – 1969), ist deutlich aufwendiger inszeniert. Dialogarme Passagen, beeindruckende Landschaftsaufnahmen und die Opernsängerin Maria Callas täuschen leider nicht über deutliche Längen und eine sprunghaften Erzählweise hinweg. An Extras gibt es außer Trailern, Biographien und Produktionsnotizen nichts weiter. MAMMA ROMA überrascht durch eine wechselhafte Bildqualität und ist nicht mal anamorph abgetastet, da sieht selbst die US-DVD aus dem Jahre 2004 noch erheblich besser aus. DAS 1. EVANGELIUM und MEDEA bieten hingegen eine gute bis sehr gute Bildqualität. (CH)

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Arthaus / DVD / FRA-IT-D 1962-69 / ca. 338 min. / FSK 16
Regie: Pier Paolo Pasolini
Darsteller: Maria Callas, Anna Magnani, Massimo Girotti
Bild: Diverse
Sprachen/Ton: Deutsch, Italienisch (Mono DD)
Untertitel: Deutsch
Extras: Biografie Pier Paolo Pasolini, Produktionsnotizen, Starinfo Anna Magnani, Trailer, Wendecover

Rezi #24 – CABARET DER ZOMBIES

Jahrmärkte sind eigentlich dankbare Kulissen. Zwischen wahnsinnigen Wahrsagerinnen, kühn konstruierten Karussells und fantastischen Freaks kann einen so ziemlich alles erwarten – oder, wie im Fall von CABARET DER ZOMBIES (The Incredibly Strange Creatures Who Stopped Living and Became Mixed-Up Zombies!!? – 1963), halt auch einfach nichts. Öde Charaktere wandern hölzern gespielt und in der deutschen Version zusätzlich lieblos synchronisiert durch eine absolut beliebige Handlung. Diese wird durch zahllose wirklich schlecht choreografierte Tanznummern nur noch künstlich verlängert, so dass kaum verhehlt werden kann, dass dieser Film einfach gar nichts zu bieten hat. Und wenn man jetzt denkt, dass zumindest Zombies es ja irgendwie immer rausreißen – nein, auch das passiert nicht. Immerhin lenkt die unterirdische Bildqualität der Veröffentlichung von den wirklich peinlichen Masken der mordenden Monstren, die wohlgemerkt erst zum bittersten Ende auftauchen, ab. Das einzig Positive ist hier die DVD an sich, die immerhin ein paar nette Trailer enthält. (BS)

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Maritim Pictures / Al!ve / DVD / USA 1963 / ca. 77 min. / FSK 18
Regie: Ray Dennis Steckler
Darsteller: Carolyn Brandt. Toni Camel, Erina Enyo
Bild: 1,66:1 (anamorph / 16:9)
Sprachen/Ton: Deutsch (Dolby Digital 1.0 Mono), Englisch
(Dolby Digital 1.0 Mono)
Untertitel: Keine
Extras: Trailer, Wendecover

Rezi #23 – NANUK, DER ESKIMO

NANUK, DER ESKIMO (Nanook of the North – 1922) ist ein beeindruckender Dokumentarfilm des Forschers Robert J. Flaherty, zugleich einer der ersten dieser Größenordnung, und ein Erfolg sowohl bei Kritikern als auch beim Publikum. Gedreht im Jahr 1920, erforscht Flaherty am Beispiel des Eskimos Nanuk und dessen Familie das Leben der Inuit. Doch sollte man keine voreiligen Schlüsse ziehen, denn auch heute noch kann dieser Film mit seinen wunderbaren Szenen überzeugen. So avanciert das Jagen einer Robbe zu einer herrlichen Slapstick-Nummer, die das Grauen dieser Bilder nur noch verstärkt, dem Zuschauer aber auch das schwierige Leben der damaligen Inuit näherbringt. Wundervoll ist auch die clowneske Szene, in der Nanuk aus einem Kanu aussteigt und kurz darauf seine ganze Familie samt Hund aus dem Inneren auftaucht. So ist der Film ein wahrlich zeitloses Dokument, wenn man einmal von den ellenlangen Titeln absieht. Die DVD ist wirklich sehr schön aufbereitet, der Soundtrack allerdings an manchen Stellen zu konterkarierend. Alles in allem ist die von ARTE herausgegeben Version ein Glücksgriff. (MAS)

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ARTE EDITION/absolut Medien / DVD / USA 1922 / ca. 78 min. /
FSK 6
Regie: Robert J. Flaherty
Bild: 4:3 – 1.33:1
Sprachen/Ton: Musik/Instrumental (Dolby Digital 2.0 Stereo),
Zwischentitel in englischer Sprache
Untertitel: Deutsch, Französisch
Extras: Fotogalerie mit Flahertys Bildern, Gespräch mit Flahertys
Witwe, Cartoon „Frozen Frolics“ von 1930, Gespräch mit Kamera –
mann Richard Leacock, Filmaufnahmen einer Polarexpedition
von 1914, Ausschnitt einer Doku, die ebenfalls Flahertys Film behandelt

Jörg Mathieu 24. November 2015 1 Comment Permalink

Rezi #22 – DER DIEB VON BAGDAD

Die 1924er Version des Films DER DIEB VON BAGDAD (The Thief of Bagdad – 1924) stammt von einer Idee Douglas Fairbanks‘ und wurde von diesem auch produziert. Regie hat Raoul Walsh geführt, der sich später noch für solche Klassiker wie DER GROSSE TRECK (The Big Trail – 1930) und DIE WILDEN ZWANZIGER (The RoaringTwenties – 1939) verantwortlich zeichnen sollte. Fairbanks war zur Zeit der Produktion einer, wenn nicht der größte Star Hollywoods und hat nicht nur sich, sondern auch dem Abenteuer-Film ein Denkmal gesetzt. In Bagdad lebt der Dieb Ahmed (gespielt von Fairbanks). Eines Nachts, während eines seiner Raubzüge, erblickt er die schöne Prinzessin (Julanne Johnson), verliebt sich Hals über Kopf in sie. Doch bevor er die Prinzessin endgültig in seine Arme schließen kann, muss Ahmed es noch mit dem gemeinen mongolischen Fürsten aufnehmen und tausend Gefahren überstehen, vom Tal der Ungeheuer über das Mitternachtsmeer bis zur Höhle der verzauberten Bäume. Der Film wurde für die Blu-ray aufwendig restauriert und eine viragierte Fassung geschaffen, die sich auch heute noch wunderbar anschauen lässt. Ein toller Abenteuer-Film, der in keiner Sammlung fehlen sollte. (MAS)

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Concorde Home / Blu-ray / USA 1924 / ca. 149 min. / FSK 6
Regie: Raoul Walsh
Darsteller: Douglas Fairbanks, Julanne Johnston, Anna May Wong
Bild: 1080p High Definition (16:9) 1,33:1
Sprachen/Ton: Originalton DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel: Keine
Extras: Photo-Essay von Filmhistoriker Jeffrey Vance, Audiokommentar
von Jeffrey Vance, Originaltrailer

Rezi #21 – FAUST

Faust und die ewige Suche nach dem, „was die Welt im Innersten zusammenhält“, die Sehnsucht nach dem Ende des Zweifelns, die immerwährende Frage nach der Conditio Humana, nie wurde sie besser, verzweifelter und dringlicher gestellt als von Goethe. Am Ende der Suche, soviel darf wohl verraten werden, kann nur die gerettet werden,die die Unwissenheit akzeptiert. Faust scheitert, wie könnte es auch anders sein, aber war Scheitern je schöner und bedeutungsvoller? FAUST ist abgefilmtes Theater, von Gründgens und Gorski nahe an der meisterlichen Vorlage inszeniert, mal in sich gekehrt und tragisch, mal größenwahnsinnig-verrückt. FAUST ist exzellent gespielt, vorallem natürlich von Gründgens, der die gespaltene Figur des Mephistos mit seiner düster-zerstörerischen, aber auch mit seiner verführerischen Seite großartig darstellt. Ansprechend ausgestattet, weiß dieser Film auf einer qualitativ guten Blu-ray zu gefallen, auch wenn man im Falle von Faust selbstverständlich besser zum Buch greifen sollte. (SK)

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Arthaus / Blu-ray / D 1960 / ca. 128 min. / FSK 12
Regie: Peter Gorski
Darsteller: Gustaf Gründgens, Will Quadflieg, Uwe Friedrichsen
Bild: 1,33:1 1080/24p Full HD
Sprachen/Ton: Deutsch Mono DTS-HD MA
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Extras: Wendecover

Rezi #20 – DIE BRÜCKE

Echte Antikriegsfilme sind rar gesät. Vor 1965 fallen einem Lewis Milestones IM WESTEN NICHTS NEUES (All Quiet on the Western Front – 1930) und Stanley Kubricks WEGE ZUM RUHM (Pathsof Glory – 1957) ein – und Bernhard Wickis DIE BRÜCKE (1959), 1960 als bester fremdsprachiger Film oscarnominiert und als bester Auslandsfilm mit dem Golden Globe prämiert. Sieben halbwüchsige Jungen (u. a. Volker Lechtenbrink und Fritz Wepper) werden in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs zur Wehrmacht eingezogen und an der Heimatfront bei der Verteidigung einer Brücke verheizt. Eindringlicher ist die Sinnlosigkeit des Kriegs kaum je gezeigt worden – nun erstmals auf Blu-ray in klarem Schwarz-Weiß-Bild. Auch das Zusatzmaterial kann sich sehen lassen: ein 27-minütiges Audio-Interview mit Wicki von 1991 sowie die 2007 entstandene zweistündige Doku VERSTÖRUNG UND EINE ART VON POESIE – DIE FILMLEGENDE BERNHARD WICKI, inszeniert von seiner Ehefrau Elisabeth Wicki-Endriss. So ist die Blu-ray von Studiocanal eine Veröffentlichung, die in keinem gut sortierten Kriegsdrama-Regal fehlen sollte. (VS)

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Arthaus / Blu-ray / D 1959 / ca. 102 min. / FSK 12
Regie: Bernhard Wicki
Darsteller: Fritz Wepper, Volker Lechtenbrink, Günter Pfitzmann
Bild: 1,33:1 1080/24p Full HD
Sprachen/Ton: Deutsch, Englisch (Mono DTS-HD MA)
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Extras: Interview mit Bernhard Wicki, Trailer, Wendecover

Rezi #19 – TRAPEZ

Dreiecks-Liebesgeschichte unter dem Dach eines Zirkus – sokurz und knapp kann man TRAPEZ erklären. Burt Lancaster spielt den Artisten Mike Ribble, der durch einen Unfall nicht mehr als Artist arbeiten kann. Als Tino Orsini (Tony Curtis) auf der Bildfläche erscheint, erkennt er dessen großes Talent und arbeitet mit ihm. Die freundschaftliche Beziehung zwischen beidenwird zu einer Zerreißprobe, als sich Lola (Gina Lollobrigida) zwischen beide stellt. Die Hauptdarsteller in diesem Liebesdreieck haben ihre Stunts allesamt so oft wie möglich selbst ausgeführt, allen voran Burt Lancaster, der seine Karriere als Hochseilartist begann, und so bei dieser Produktion Vorteile hatte. Etwas Humor bringen die Nebenrollen, vor allem Johnny Puleo, der den zwergwüchsigen Zirkusmitarbeiter Max spielt. Er hat einige Schmunzler auf seiner Seite. Regisseur Sir Carol Reed, der u.a. DER DRITTE MANN (The Third Man – 1949) und das oscargekrönte Musical OLIVER (Oliver! – 1967) inszenierte, gelang ein unterhaltsamer Liebesreigen mit gut aufgelegten Darstellern. Der Transfer des Bildes auf Blu-ray ist gut gelungen, aber leider nicht gut genug. Teilweise unscharfes und dunkles Bild trüben die von Kameramann Robert Kresker toll gefilmten Bilder. Der Ton ist in Deutsch und Englisch DD 1.0 Mono gehalten, was normal ist bei einem Film aus den 50er Jahren. An Extras bringt die Blu-ray nur den original Kinotrailer und Programmtipps mit. Unterm Strich ist TRAPEZ ein netter Film für regnerische Sonntagnachmittage. (MS)

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Concorde Home / Blu-ray / USA 1956 / ca. 106 min. / FSK 12
Regie: Carol Reed
Darsteller: Tony Curtis, Gina Lollobrigida, Burt Lancaster
Bild: 2,35:1 (16:9) 1080p High Definition
Sprachen/Ton: Dt. DTS-HD Master Audio 1.0 / Engl. DTS-HD Master Audio 1.0
Untertitel: Dt. für Hörgeschädigte (ausblendbar)
Extras: Originaltrailer

Rezi #18 – HARUSCHI, SOHN DES DOKTOR FU MAN CHU

HARUSCHI, SOHN DES DOKTOR FU MAN CHU (G-Men vs. the Black Dragon – 1943) hat nur im deutschen Titel einen Bezug zu dem asiatischen Superverbrecher. In Wirklichkeit handelt es sich um das ursprünglich mal 15-teilige US-Serial G-Men vs. the Black Dragon aus dem Jahre 1943, welches in Deutschland in zwei Teilen erschienen ist. Hier jagt der smarte und schlagfertige Rex Bennet den Verbrecher Haruschi, der mit unzähligen Attentaten versucht, die Welt aus dem Angeln zu heben. In typischer Serial-Manier gibt es nicht viel Leerlauf, sondern eine Actionszene folgt der nächsten. Gefühlt gibt es alle zehn Minuten eine Schlägerei, gewürzt mit vielen Explosionen und Verfolgungen. Dem Format ist es allerdings auch geschuldet, dass die Löcher in Handlung und Logik teilweise waghalsige Dimensionen annehmen. Die Bildqualität der DVD ist überraschend gut, was man vom verrauschten deutschen Ton im ersten Teil nicht behaupten kann. An Extras gibt es neben einem informativen Booklet außerdem entfallene Szenen, die so manches Handlungsloch nachträglich stopfen. (CH)

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AL!VE / DVD / USA 1943 / ca. 153 min. / FSK 12
Regie: William Witney
Darsteller: Rod Cameron, Roland Got, Constance Worth
Bild: 1.33:1
Sprachen/Ton: Deutsch DD 2.0, Englisch DD 2.0
Untertitel: Keine
Extras: 16-seitiges Booklet mit vielen Hintergrundinformationen

Rezi #17 – TRUE HEART SUSIE

Selbst wenn man das Entstehungsjahr bedenkt, ist TRUE HEART SUSIE (1919) nicht das auf dem Cover angekündigte „Meisterwerk“ – weder das von David Wark Griffith, noch das von Lillian Gish. Es ist auch alleine der Frau mit dem Knuddelfaktor 10, Lillian Gish, zu verdanken, dass der Film dann doch zumindest sehenswert ist. Für ein echtes Melodram ist TRUE HEART SUSIE nicht dramatisch genug – auch wenn wir den Tod der „falschen“ Ehefrau beklagen müssen, und vom Gespann Griffith/Gish haben wir noch aus dem gleichen Jahr ein echtes „Meisterwerk“ in den Archiven: GEBROCHENE BLÜTEN (Broken Blossoms – 1919). Was bleibt, ist ein leichtes Rührstück, welches an Murnaus SONNENAUFGANG – LIED VON ZWEI MENSCHEN (Sunrise – A song of two humans – 1927) nicht heranreichen kann. Unerfüllte Liebe, Probleme einfacher Menschen und verschwendete Lebenszeit haben wir auch zu Stummfilmzeiten schon besser dargeboten bekommen. Aufgrund seiner Seltenheit dürfen Griffith/Gish-Sammler bei der DVD von TRUE HEART SUSIE aber bedenkenlos zugreifen. Und man sollte froh sein, dass sich Produktionsfirmen überhaupt an solche „kleinen Perlen“ heranwagen, und diese in gelungener Aufmachung veröffentlichen. (JM)

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ARTE EDITION/absolut MEDIEN / DVD / USA 1919 / ca. 87 min. / FSK 0
Regie: David W. Griffith
Darsteller: Lillian Gish, Robert Harron, Clarine Seymour
Bild: 4:3
Sprachen/Ton: Zwischentitel Englisch Dolby Digital 2.0
Untertitel: Deutsch
Extras: Keine