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Das Retro Film Magazin

Rezensionen

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Rezi #38 – THE TWILIGHT ZONE – ZWEITE STAFFEL

Die zweite Staffel der allseits beliebten Serie stammt aus den Jahren 1960 und 1961. Komplett lief diese Staffel leider nie im deutschen Fernsehen, einzelne Folgen wurden in den letzten Jahrzehnten immer mal wieder ausgestrahlt. Mit dieser zweiten Box, die uns hier als DVD-Version vorliegt, ergänzt Koch Media die Serie um die Folgen 37 bis 65. Wie auch in den ersten 36 Episoden stammen die meisten Drehbücher von Rod Serling. Auch die mehr oder weniger großen Stars der 60er geben sich wieder die Türklinke in die Hand, darunter Namen wie Cliff Robertson, Dennis Weaver, Burgess Meredith, William Shatner, John Carradine, Art Carney und Agnes Moorhead. Jede Episode wurde von den Original-Negativen neu abgetastet und für diese Auswertung digital überarbeitet. Auch wenn man dem nostalgischen Charme der Original-Werbespots in der ersten Staffel noch verfallen konnte, nerven diese jetzt eher. Zum Glück wurden sie aber nicht in die Episoden eingefügt, sondern ans Ende geschnitten. Die Menüführung der 6 DVDs ist wie auch schon bei Staffel 1 eher umständlich. Aber wer würde hier meckern!? Fans der Serie sind glücklich, sie endlich komplett sammeln zu können, und können die 3. Staffel kaum erwarten. (JM)

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Koch Media / DVD / USA 1960-61 / ca. 752 min. / FSK 12
Regie: Rod Serling
Darsteller: William Shatner, Burgess Meredith, Agnes Moorhead
Bild: 4:3 – 1.33:1
Sprachen/Ton: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0)
Untertitel: Deutsch
Extras: Audiokommentare, Isolierte Filmmusik zu den Episoden, Radio-Hörspielversionen, Interviews, Ausschnitte der „Emmy Awards“-
Verleihung u.v.m.

Rezi #37 – UNSER HAUS IN KAMERUN

Ein strahlend junger Hamburger Patriarchensohn (Götz George) in ebenso strahlend weißem Fred-Perry-Poloshirt, muskulös und braungebrannt, weilt in Kamerun und hat ein Auge auf die backfischigeNachbarstochter (Johanna von Koczian) geworfen, was naturgemäß dem Herren Vater (Hans Söhnker) nicht gefällt. Schließlich soll er sich lieber auf die Import-Export-Geschäfte der vornehmen Handelsfamilie konzentrieren. Dazu ein paar Intrigen, unsägliche Herz-Schmerz-Dialoge („Sag mir, dass du mich liebst, sag es mir jetzt“), haarsträubende Afrika-Klischees permanent tanzender Schwarzer, die natürlich lediglich Dienerrollen spielen und Gebisse aus dem reichen Deutschland als Geschenk bekommen… Es ist wirklich zum Zähneknirschen, was WINNETOU-Regisseur Alfred Vohrer hier im ersten Farbfilm der Rialto von Horst Wendlandt inszenatorisch verbrochen hat. Nicht einmal das Staraufgebot damaliger Größen (u.a. Walter Rilla, Horst Frank, Berta Drews) und die Kitschmusik Martin Böttchers können dieses deutschtümelnde Melodrama retten. Klarer Fall für die filmgeschichtliche Mottenkiste. (SH)

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Pidax Film/Al!ve / DVD / D 1961 / ca. 100 min. / FSK 16
Regie: Alfred Vohrer
Darsteller: Götz George, Johanna von Koczian, Horst Frank
Bild: 1.66:1 (16:9), anamorph
Sprachen/Ton: Deutsch / Dolby Digital 2.0 Mono
Untertitel: Keine
Extras: 8-seitiges Booklet (Reprint der Zeitschrift „Illustrierte Film-Filmbühne“ von 1961), Trailershow, Wendecover

Rezi #36 – DAS TESTAMENT DES ORPHEUS

Die Handlung von Jean Cocteus Abschiedsfilm, DAS TESTAMENT DES ORPHEUS (Le testamentd’ Orphée – 1960), zusammenzufassen, fällt schwer. Doch es war wohl auch nicht die Intention des künstlerischen Multitalents, eine geradlinige Geschichte zu erzählen, sondern Poesie zu schaffen. Cocteau verstand sich immer als Poet und porträtierte sich auch so im Film. Seine Reise zwischen Traum und Realität quer durch die Zeit ist eine verworrene, aber in sich stimmige Zusammenstellung aus einzelnen Szenen und Gedanken, ein Werk, auf das Cocteau – so sagt er zum Ende – alle seine Kraft verwandt hat. DAS TESTAMENT DES ORPHEUS ist in der Reihe Arthaus Retrospektive erschienen. Bild und französischer Ton sind gut, die deutschen Untertitel sind brauchbar. Besonderes Augenmerk gilt hier den Extras: Zwischen Bildergalerie und Trailern verbirgt sich hier zusätzlich Cocteaus erster Film, DAS BLUT EINES DICHTERS (Le Sang d’unpoète – 1930). Anfang und Ende, vereint auf einer DVD: Das ist nicht nur gut, sondern fast poetisch. (BS)

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Arthaus / DVD / F 1960 / ca. 76 min. / FSK 16
Regie: Jean Cocteau
Darsteller: Jean Cocteau, Yul Brynner, Brigitte Bardot
Bild: 1,33:1 (4:3 Vollbild)
Sprachen/Ton: Französisch Mono DD
Untertitel: Deutsch
Extras: „Das Blut des Dichters“ (OmU); Fotogalerie; Trailer; Wendecover

Rezi #35 – SEIN ODER NICHTSEIN

SEIN ODER NICHTSEIN (To Be or Not to Be – 1942) hatte beim Kinostart im März 1942 sowohl beim Publikum aus auch bei den Kritikern keinen leichten Stand. Ernst Lubitschs Farce über eine Theatergruppe, die den Untergrundkämpfern im Zweiten Weltkrieg hilft, ist aber über die Jahrzehnte hinweg zum Klassiker avanciert. Arthaus hat dem Meisterwerk eine tolle Blu-ray spendiert. Das Schwarz-Weiß-Bild hat zwar das ein oder andere leichte Filmkorn, ist aber so klasse wie der Film selbst. Der Ton, der sauber und klar verständlich ist, macht ebenfalls einen guten Eindruck. Auch die Extras sind mit einem informativen Audiokommentar und der sehenswerten Dokumentation „ Ein Klassiker sein“ herauszuheben. Jede Minute des Films ist es wert, gesehen zu werden. (MS)

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Arthaus / Blu-ray / USA 1942 / ca. 100 min. / FSK 12
Regie: Ernst Lubitsch
Darsteller: Jack Benny, Carole Lombard, Robert Stack
Bild: 1,33:1 1080/24p Full HD
Sprachen/Ton: Deutsch, Englisch, Französisch (Mono DTS-HD MA)
Untertitel: Deutsch, Französisch
Extras: Audiokommentar von Jean Douchet: „Ein Klassiker sein“ – Featurette über die Entstehung des Films, „Ein Lieblingsfilm sein“:
Regisseur Joe Dante über seinen Lieblingsfilm, Trailer, Wendecover

Rezi #34 – FRÜHSTÜCK BEI TIFFANY

Die Masterworks Collection von Paramount geht in die nächste Runde. Zu FRÜHSTÜCK BEI TIFFANY (Breakfast at Tiffany’s – 1961) muss, glaube ich, nicht mehr viel gesagt werden. Die Blaupause für Sex and the City und den Frauenfilm schlechthin steht wohl unangefochten an der Spitze der Romantischen Komödien. Nicht Audrey Hepburns beste Rolle, aber sicherlich die schönste. Und da wir uns eine Inhaltsangabe hier sparen können, komme ich gleich zur Blu-ray-Veröffentlichung. Paramount hat es wohl eingesehen, dass die Auswertung von DIE ZEHN GEBOTE (The Ten Commandments – 1956) auf Blu-ray in dieser Reihe nicht wirklich glücklich war, und hat FRÜHSTÜCK BEI TIFFANY umfangreiche Extras spendiert. Neben einem Making Of gibt es noch zahlreiche Featurettes, die einen umfangreichen Blick hinter die Kulissen ermöglichen. Da bleiben kaum Wünsche offen. Die Bildqualität erfuhr eine deutliche Aufbesserung gegenüber älterer DVD-Versionen. Das bildschöne Booklet runden dieses Mediabook ab. Auch wenn es sich um ein Repack der bereits erhältlichen Blu-ray handelt, kann man hier bedenkenlos zugreifen. (JM)

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Paramount / Blu-ray / USA 1961 / ca. 115 min. / FSK 16
Regie: Blake Edwards
Darsteller: Audrey Hepburn, Buddy Ebsen, George Peppard
Bild: 1920x1080p (1.78:1)
Sprachen/Ton: Deutsch Mono, Englisch DTS-HD MA 5.1. Englisch Mono, Spanisch Mono, Italienisch Mono, Französisch Mono
Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Niederländisch, Französisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Italienisch, Dänisch
Extras: Audiokommentar von Produzent Richard Shepherd, Eine wundervolle Zusammenkunft HD, Henry Mancini: mehr als Musik HD, Mr. Yunioshi: eine asiatische Perspektive HD, Das Making-of eines Klassikers, Das ist so Audrey!: die Stilikone, Hinter den Toren: die Tour, Glanz in einer blauen Schachtel, Audreys Brief an Tiffany, Galerien, Original Kinotrailer HD

Rezi #33 – DER UNHEIMLICHE GAST

DER UNHEIMLICHE GAST (The Uninvited – 1944) von Regisseur Lewis Allen ist ja schon beinahe so etwaswie ein Mysterium gewesen. Von Martin Scorsese und Guillermo del Toro als eine der spannendsten Geistergeschichten „everever“ bezeichnet, konnte man bei uns bis vor Kurzem nur eine spanische Version oder eine überteuerte US-Videokassette bekommen. Jetzt gibt es von KochMedia diese fabelhafte DVD, auf der auch noch zwei Hörspielversionen zu finden sind. Toll! Und der Film hält auch das, was er verspricht. In diesem Gruselfilm spielt Ray Milland (wieder einmal) einen sympathischen Musiker, der sich zusammen mit seiner Schwester ein abgelegenes Herrenhaus an einer echt steilen Küste kauft, um dort in Zukunft seinen Traum von der Musik zu verwirklichen. Er verliebt sich in ein hübsches junges Ding, dessen Mutter in diesem Haus ein unglückliches Ende fand. Eines Nachts hören die beiden Geschwister ein seltsames Heulen. Dem anfänglich unheimlichen Gewimmer folgt schon bald geisterhafter Terror. Ganz offensichtlich treibt ein Geist sein Unwesen in den Gemäuern, die ein Geheimnis hüten, dessen ganze Tragweite nun langsam ans Licht kommt. (MAS)

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Koch Media / DVD / USA 1944 / ca. 95 min. / FSK 16
Regie: Lewis Allen
Darsteller: Ray Milland, Ruth Hussey, Donald Crisp
Bild: 1.37:1 (4:3)
Sprachen/Ton: Deutsch, Englisch Dolby Digital 2.0
Untertitel: Englisch
Extras: Zwei Radio-Hörspiele zum Film mit Ray Milland, Trailer, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial

Rezi #32 – FILM NOIR CLASSICS – DIE PECHSCHWARZE SERIE

Um es gleich vorweg zu nehmen: Der 1944 unter der Regie von Fritz Lang entstandene Film noir MINISTERIUM DER ANGST (Ministry of Fear – 1944) ist eher ein mittelmäßiger Vertreter dieses Genres. Auf dem Roman von Graham Greene aufbauend, hat Fritz Lang hier wohl eher seiner Bewunderung für den Autor freien Lauf gelassen, als dass er sich um die Dramaturgie gekümmert hat. Während des Zweiten Weltkriegs wird Stephen Neale (toll gespielt von Ray Milland) aus einer Nervenheilanstalt entlassen, in der er wegen Tötung seiner schwerkranken Frau zwei Jahre verbringen musste. Auf dem Weg nach London landet er auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung, wo er eine Torte gewinnt. Schon bald sieht sich Stephen von zwielichtigen Gestalten gejagt, die auch vor Mord nicht zurückschrecken. Der Film wurde für die Blu-ray restauriert, wobei sich besonders im Schwarz-Bereich immer noch erhebliche Schwächen zeigen. Als Extras dienen leider nur eine Bildergalerie und internationale Trailer. Die tollen Schauspieler und die gewohnt gute Regie Langs können leider über das schwache Drehbuch nicht hinwegtäuschen.

DER SCHWARZE SPIEGEL (The Dark Mirror – 1946) von Robert Siodmak mag 1946 ein Klassiker seines Genres gewesen sein, fällt heute aber in die Kategorie der Filme, die in unserer Zeit einfach nicht mehr funktionieren. Die Zutaten dieses Film noir sind: ein Mord, begangen von dem bösen Zwilling (Olivia de Havilland), ein guter Zwilling (ebenfalls Olivia de Havilland), ein Psychologe (Lew Ayres), der glück licherweise auf dem Gebiet Zwillinge eine Koryphäe ist, ein Polizeileutnant, der einfach nur sympathisch ist (Thomas Mitchel – Highlight des Films), und jede Menge Rorschachtests und Rumgepsychologisiere. Zusammen ergibt das die Geschichte einer guten und einer bösen Schwester, die sich auch noch selbst verraten, aber durch den schlauen Psychologen entlarvt werden. DER SCHWARZE SPIEGEL ist sicherlich ein sehr raffinierter und guter Film, der seine Freunde finden wird – auf mich wirkt er allerdings einfach nur unzeit gemäß und ein wenig zu intellektuell. Der Film wurde 1946 für den Oscar nominiert (beste Original geschichte). Die Blu-ray ist schön aufbereitet und der Film im Box-Set sicherlich sehr sehenswert.

SPIEL MIT DEM TODE (The Big Clock – 1948) ist ein Film noir des Regisseurs John Farrow, der auf demRoman „The Big Clock“ von Kenneth Fearing basiert. George Stroud (gespielt vom wundervollen Ray Milland) ist Starreporter für Crime ways, ein vom erfolgreichen Verleger Earl Janoth (Charles Laughton) herausgegebenes Kriminalmagazin. Als dieser ihm erneut seinenüberfälligen Urlaub verweigert, kündigt Stroud
kurzerhand. In einer Bar spült er seinen Verdruss herunter und lernt die attraktive Pauline (Rita Johnson) kennen. Am nächsten Tag wird Pauline tot in ihrem Apartment gefunden. George Stroudmuss erkennen, dass die Indizien nur einen einzigen Schluss zulassen. Er wird für den Mörder gehalten. Das darauffolgende Versteckspiel gewinnt mit jeder Minute an Energie und Dramatik. Spätestens ab der Mitte hat der Film jeden Zuschauer in seinen Bann gezogen und entfaltet eine ungeahnte Stärke. Tolle Darsteller, angenehm seltsame Szenen und eine gute Dramaturgie machen SPIEL MIT DEM TODE zu einem wirklichen Klassiker des Genres. (MAS)

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Koch Media / Blu-ray / USA 1944/46/48 / ca. 276 min. / FSK 16
Regie: Robert Siodmak, Fritz Lang, John Farrow
Darsteller: Olivia de Havilland, Ray Milland, Charles Laughton
Bild: 1.37:1 (16:9)
Sprachen/Ton: Deutsch, Englisch DTS-HD Master Audio 2.0
Untertitel: Englisch
Extras: Trailer, Bildergalerien, alternative Synchronfassung zu „Spiel mit dem Tode“

Rezi #31 – DAS GEHEIMNIS HINTER DER TÜR

DAS GEHEIMNIS HINTER DER TÜR (Secret Beyond the Door – 1948) zählt sicher nicht zu Fritz Langs besten Werken, was dem etwas schwachen Drehbuch geschuldet ist, hat aber durchaus seine interessanten Seiten. Im Stile von Hitchcocks REBECCA (Rebecca – 1940) und inspiriert vom Blaubart-Märchen, findet sich die reiche Celia plötzlich im Schatten ihrer unter mysteriösen Umständen verstorbenen Vorgängerin wieder, als sie den Architekten Mark heiratet, der eine unheimliche Sammelleidenschaft für Zimmer besitzt, in denen Frauen ermordet wurden. Die finale Auflösung des Traumas wirkt im Vergleich zu den vorhergegangenen Ereignissen zu banal, dafür ist der Film handwerklich solide und mit einem hervorragenden Licht-und-Schatten-Spiel inszeniert. Die DVD bietet die komplette Langfassung des Films, die viele Jahre nur gekürzt im deutschen TV lief. Interessanterweise wurden vor allem Szenen entfernt, die für die Charakterzeichnung wichtig waren. Bild und Ton sind ohne Makel, außerdem gibt es ein sehr informatives Booklet. (CH)

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AL!VE / DVD / USA 1948 / ca. 94 min. / FSK 16
Regie: Fritz Lang
Darsteller: Joan Bennett, Michael Redgrave, Anne Revere
Bild: 4:3 – 1.33:1
Sprachen/Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono), Englisch (Dolby Digital 2.0 Mono)
Untertitel: Keine
Extras: Booklet mit vielen Hintergrundinformationen

Rezi #30 – CHAMPAGNE

Alfred Hitchcock mochte CHAMPAGNE (1928) überhaupt nicht, wie er dem Filmjournalisten und späteren Regisseur François Truffaut im Interview verriet (nachzulesen im vorzüglichen Buch „Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?“). Der spätere Meister des Suspense hielt die Story – nicht ganz zu Unrecht – für substanzlos. Ein wenig merkt man dem Stummfilm und den etwas oberflächlichen Figuren die Lustlosigkeit des Regisseurs an. Die verwöhnte Tochter (Betty Balfour) eines Champagnerfabrikanten (Gordon Harker) muss lernen, ohne Geld zurechtzukommen, nachdem ihr Vater vorgibt, pleite zu sein – ihm missfallen ihr Lebensstil und die Wahl ihres Bräutigams(Jean Braden). Die charmant vor sich hin plätschernde Komödie ist eher etwas für Hitchcock-Komplettisten. Studiocanal veröffentlicht die DVD in der Reihe „Arthaus Retrospektive“ mit Klavierbegleitung durch den Essener Pianisten Joachim Bärenz. Die Bildqualität wirkt – mit Verlaub – alt. Man muss auch nicht jeden alten Schinken auf modern trimmen. (VS)

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Arthaus / DVD / GB 1928 / ca. 85 min. / FSK 6
Regie: Alfred Hitchcock
Darsteller: Betty Balfour, Jean Bradin, Ferdinand von Alten
Bild: 1,33:1 (4:3 Vollbild)
Sprachen/Ton: Stummfilm (Stereo DD)
Untertitel: Deutsch
Extras: Klavierbegleitung von Joachim Bärenz, Wendecover

Rezi #29 – DIE SCHÖNSTEN KLASSIKER AUS 1001 NACHT

Tausend und eine Nacht braucht man sicherlich nicht, um diese drei bildtechnisch vorzüglich restaurierten Märchen- und Abenteuerfilme aus der Zeit des „classic hollywood style“ der 1940er und 1950er Jahre anzusehen – oder auch wieder zu sehen. Schon lange haben sie sich fest in unser kulturelles Gedächtnis gebrannt: pompöse Studiosettings, schattenloses Licht, viele Großaufnahmen mit den Gesichtern der Stars – und alles andere als schwierige Plots. Was hier in allen drei Filmen zählt, ist einzig die Macht der Magie, die Eleganz der Dekoration – u. a. gab es für ARABISCHE NÄCHTE (Arabian Nights – 1942) 4 Oscar-Nominierungen – und die leuchtenden Augen der Hauptdarsteller: Jon Hall (als Haroun-Al-Raschid in ARABISCHE NÄCHTE), Maria Montez in zwei Teilen der Reihe und der junge Rock Hudson in DAS GOLDENE SCHWERT (The Golden Blade – 1953). Als kitschiges Sahnehäubchen gibt es einen der ersten Auftritte von Anita Ekberg, Bauchtanz inklusive. Ein nostalgischer Augenschmaus, frei von tieferer Bedeutung – zugleicheine filmische Zeitreise zurück in die Kindheit des Kinos voller bunter Bonbons. (SH)

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Koch Media / 3 DVDs / USA 1942/43/53 / ca. 244 min. / FSK 12
Regie: Nathan Nuran, Arthur Lubin, John Rawlins
Darsteller: Jon Hall, Maria Montez, Rock Hudson, Anita Ekberg
Bild: 1.33:1 (4:3)
Sprachen/Ton: Deutsch, Englisch / Dolby Digital
Untertitel: Deutsch, Englisch
Extras: Trailer, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial,
Einführung durch Filmhistoriker Robert Osborne

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